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Vom Knispen zum Fotografieren Der Ratgeber Bergfotografie gibt dir eine Anleitung, wie du nachhaltig bessere Bergfotos machen kannst. Statt Fotopoint und Automatikmodus Bilder, die begeistern. Bergfotos mit visuellem Ziel, einladender Gestaltung und Betrachter, die dein Bild lange begutachten. Schluss mit Bildern ohne visuelles Ziel, Bergfotos, die nicht zum hinschauen einladen, sondern auch den freundlichsten Betrachter nach wenigen Sekunden langweilen. Damit du bessere Bergbilder machst, Bilder, die dich und andere erfreuen, ins Staunen bringen oder zum Nachdenken anregen, haben wir diesen Ratgeber verfasst.

Inhaltsverzeichnis Ratgeber Bergfotografie – Wie du einfach bessere Bergfotos machst

Kenne deine Limits

Vorbereitung und Planung

Generelle Ausrüstung

Kamera-Ausrüstung

Beherrsche deine Kamera

Bildgestaltung

Allgemeine Tipps und Tricks zur Bergfotografie

Vom kitschig-bunten Sonnenuntergang über das aktive, sportliche Lebensgefühl eines Bergwanderfotos bis hin zu dramatischen Wetterphänomenen. In diesem Ratgeber Bergfotografie geben wir dir die (unserer Meinung nach) sinnvollen Tipps und Tricks, wie du deine Bergfotos nachhaltig verbessern kannst.

Nachhaltig bessere Bergfotos und Freude an den Ergebnissen

Wir zeigen dir hier nicht, welche Kamera du kaufen musst, und welche „Regeln“ zu beachten sind, sondern versuchen die Grundlagen zu legen, damit sich deine Bergfotografie nachhaltig entwickelt und du wirkliche Freude an den Ergebnissen hast.

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Wichtige Komponenten eines guten Bergfotos vereint: Einzigartige Location, Timing zum Sonnenuntergang vorab geplant, spannende Bildgestaltung, dazu eine Prise Glück (aufziehender Nebel) – könntest du eigentlich auch.

 

Ob bei Tante Ilses letztem Wanderurlaub, in deinem Instagram-Kanal oder an einem viel besuchten Fotopoint. Oft sieht man Menschen am Berg die immer gleichen Bilder machen: Alle stehen sie an der Bergstation der Gondelbahn, drehen sich zum Matterhorn, positionieren sich besonders aufwändig dort wo das Schild den „Fotopoint“ anweist, drücken den Auslöser im Automatikmodus und fahren Sekunden später schon wieder heim. Genauso so entstehen die immer die gleichen langweiligen Bergbilder. Das kannst du besser.

Bilder, die keine Geschichte erzählen und bei denen der Betrachtet schon nach dem Bruchteil einer Sekunde wegschaut. Dabei bieten gerade Berglandschaften eine unglaublich reiche Quelle an Motiven und sind durch ihre Mächtigkeit und die Wetterextreme äusserst vielseitig für die fotografische Umsetzung geeignet.

Du willst dich lieber etwas allgemeiner zur Landschaftsfotografie informieren? Unser umfangreicher Ratgeber mit über 1h Lesezeit wartet auf dich.

Generelles zur Bergfotografie

Schnell in die Berge und herausragende Bilder machen, ist nicht so trivial, wie man sich das landläufig vorstellt. Statt „nur aufs Knöpfchen zu drücken“, musst du ein breites Skillset besitzen, um wirklich gute Bergbilder zu machen. Wir möchten dir mit diesem Ratgeber zur Bergfotografie eine Anleitung an die Hand geben, bei der du lernen wirst,

  • dass du dich in der entsprechenden Sportart halbwegs gut auskennst und dich nicht zu stark überforderst.
  • dass du deine Tour gut planst und auf Eventualitäten (z.B. Wetter) gut vorbereitet bist.
  • dass du eine passende Ausrüstung besitzt und mit dieser gut umgehen kannst.
  • dass du deine Kamera bedienen kannst.
  • dass du ein Gefühl dafür hast, wie man Bilder ansprechend gestaltet.

Diese Punkte werden wir nun im Einzelnen ausführen, so dass du dir die Infos direkt raussuchen kannst, die für dich am interessantesten sind. Für alle, die sich tiefergehend für das Thema Bergfotografie interessieren, sind mit einem Foto Workshop-Wochenende gut beraten. Hier können wir auf alle deine Fragen und Bedürfnisse direkt eingehen und uns viel Zeit für deine Fragen nehmen. Alle Workshop Termine im Überblick.

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Ungeplante Bilder sind manchmal die schönsten Erinnerungen.

 

Ratgeber Bergfotografie – Tipps für bessere Bergbilder

Kenne deine Limits

Wieso steht hier nicht zu Beginn welche Kamera ich für gute Bergbilder brauche? Weil das mit Abstand der unwichtigste Faktor ist. Das meiner Meinung nach Wichtigste bei der Bergfotografie ist, dass man zuverlässig sicher unterwegs ist, sich nicht unnnötig in Gefahr begibt und wieder in einem Stück und unverletzt sein Bergabenteuer beenden kann. Egal ob du im Sommer beim Bergwandern oder Mountainbiken unterwegs bist, oder im Winter auf Skitour oder Freeeriden, du solltest dir darüber klar sein, dass die Natur und die Berge stärker sind als du.

Die meisten externen Gefahren wie Wetterstürze, Unwetter, Lawinengefahr oder Absturzgefahr sind relativ leicht einzuschätzen. Diese externen Gefahren solltest du kennen und wissen, wie du damit umgehen kannst. Hast du schon einiges an Erfahrung ist angepasstes Risikomanagement deine Baustelle. Kennst du die Risiken und kennst du deine Fähigkeiten, musst du die beiden nur noch in Einklang bringen und innerhalb deiner Grenzen agieren. Kenne deine Limits, bleibe innerhalb deiner bergsteigerischen Fähigkeiten und hab keine Angst auch einmal „nein“ zu sagen. Lieber einmal zu oft umgedreht, als das eine Mal den tragischen Fehler begangen. Der Berg steht auch nächstes Jahr noch und auch morgen warten weitere schöne Bergbilder auf dich.

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Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – Planung ist die Mutter der Bergfotografie

Vorbereitung und Planung von guten Bergfotos

Eine gute Planung für ein Bergfotografie-Abenteuer besteht aus den Komponenten sauberer Planung und einer ordentlichen Prise geplanter Zufall. Ja richtig, Zufall kann man gewissermaßen planen. Deine Tour solltest du ordentlich planen, dazu gehört ein angepasstes Zeitmanagement, Gruppenmanagement und Locationsscouting.

Zum Zeitmanagement solltest du wissen, wie viel Strecke du in etwa mit deiner Ausrüstung zurücklegen kannst und wann Zeiten für Sonnenauf- und untergang sind und wann gewisse No-Go-Zeiten sind (z.B. bei Frühjahrsskitouren der Nachmittag). Beim wandern nimmt man 3-400 Höhenmeter je Stunde an und je eine Stunde pro 6 Kilometer Distanz. Deine eigenen Erfahrungswerte sind dennoch ein besserer Indikator als diese Richtwerte.

Zum Gruppenmanagement zählt alles zu den persönlichen Befindlichkeiten. Oft erlebt man, dass sich Gruppen – insbesondere männlich dominierte – gegenseitig so weit hochschaukeln und pushen, dass man sich als Aussenstehender wundert, dass doch nichts passiert ist. Hier gilt es gruppeninterne Prozesse zu verstehen und bereits vorab gut gegenzusteuern. Trotz Gruppendruck zu etwas klar „nein“ sagen zu können, „nein, ich gehe dort nicht hin“ gehört zu den ganz schwierigen Problemfällen und erfordern großen Mut.

Bergfotografie ist viel Planung gewürzt mit einer Prise Zufall

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Planung /zum Sonnenuntergang n dieser Location) und die Prise Zufall (Wolken-Lichtstimmung.

Ausserdem sollten gewisse Planungsstandards eingehalten werden: Wer alleine am Berg oder in einer Kleingruppe unterwegs ist, sollte einer unbeteiligten Person die Tourenplanung durchgeben und eventuell Meldezeiten vereinbaren. Wenn Handyempfang nicht zu erwarten ist, empfiehlt sich ein Funkgerät oder eventuell gibt es ein Hüttentelefon. Handyempfang ist, wenn, dann am ehesten auf einem Berggipfel zu erwarten. Der Notruf 112 funktioniert auch, wenn dein Handy irgendein Netz empfängt. Um zu wissen wo du bist, brauchst die die GPS-Daten aus deinem Handy oder du kannst deinen Standpunkt auf einer topografischen Karte gut beschreiben.

Zufallsplanung als System: Mit dem Zufall, andere sagen Schicksal dazu, ist es so eine Sache. Manchmal hat man eben Glück, manchmal Pech. Man kann in unserem Foto-Fall kein Foto-Glück haben und nicht den magischen Moment einfangen, wenn frühmorgens doch die Sonne für 2 Minuten durch die Wolkendecke bricht, wenn man dann noch schläft oder gar nicht oben am Berg ist. Nur wer hier systematisch sich dem Zufall ergibt, den Zufall als systematische Komponente betrachtet, kann auch das Glück genießen, wenn die Würfel gefallen sind und die richtigen Augenzahl anzeigen. Wer gar nicht erst spielt, hat gar keine Chance. Sich oft zu den besonderen Zeiten an besonderen Orten aufzuhalten, wäre die wohl beste Strategie, um dem Zufall auf dsie Sprünge zu helfen. Die beste Zeit ist oft, wenn sich aus schlechtem Wetter demnächst gutes entwickelt – sogenannte Pokertage.

Locationsscouting ist für Fotografen, die draußen Arbeiten ein absolut elementarer Bestandteil, wenn sie definitive Bilder abliefern wollen. Für den Amateur ist dies nicht so wichtig, dennoch kann man sich hier einige Tricks abschauen. Eine grobe Orientierung für Sonnenstand und Zeiten für den Sonnenauf- und untergang, sowie Blaue Stunde  oder die Milchstrassenposition können heutzutage relativ leicht mit wenigen Websiten und Apps vorab geplant werden.

Ausrüstungscheck: Was brauche ich für gute Bergbilder?

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Ausrüstungsbeispiel: Mehrtagestour mit dem Mountainbike.

Generelle Ausrüstung

So unterschiedlich die Bergsportarten sind, so unterschiedlich ist auch die Ausrüstung zur Bergfotografie. Zum Bergwandern brauchst du natürlich ordentliche und passende und gut eingelaufene Bergschuhe, zum Skitouren ein funktionierendes Skitouren Setup und zum Mountainbiken ein passenden Mountainbike.

Viel wichtiger als die Dinge, die du besitzt ist, dass du den Umgang mit ihnen gewohnt bist. Gut eingelaufene Bergschuhe sind ein muss, genauso wie eine funktionistüchte und erprobte Skitouren-Kombi aus Skitourenfell, Skischuh und Skitourenbindung. Es muss auch nicht immer die teuerste Ausrüstung sein. Insbesondere bei modischer Oberbekleidung lässt sich viel Geld sparen, oder in nachhaltig produdizerte Kleidung investieren – die Billig-Ausrüstung vom Discount-Supermarkt ist dabei oftmals garnicht wirklich schlechter als die namhafter Outdoorbrands. Oft werden die Produkte gar in den selben Hallen in Bangladesh produziert, hier lohnt es sich durchaus im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils auf eben solche Produkte beim Kauf zu achten.

Unser Rat: Teste deine Ausrüstung zunächst auf kleinen Abenteuern, zur Not auf Spaziergängen oder im Alltag.

Inhaltsverzeichnis

Kenne deine Limits

Vorbereitung und Planung

Generelle Ausrüstung

Kamera-Ausrüstung

Beherrsche deine Kamera

Bildgestaltung

Allgemeine Tipps und Tricks zur Bergfotografie

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Es gibt kein schlechtes Wetter! (Eigentlich schon, aber ein bisschen Regen hat schon Vielem beim Wachsen geholfen ;))

Kamera Ausrüstung

Less is more! Während Landschaftsfotografen gerne mit ihrer Ausrüstung prahlen und tonnenweise Material mit sich führen, ist das – meiner Meinung nach – in der Bergfotografie eher hinderlich. Ein großes Setup wiegt viele Kilogramm und ist sperrig und man muss höllisch darauf aufpassen. Drei Eigenschaften, die man am Berg nicht gebrauchen kann. Ein Stativ kann schöne Aufnahmen bei Nacht ermöglichen, oder tolle Effekte mit Wasser und Wolken ermöglichen, das zusätzliche Gewicht muss allerdings am Rucksack transportiert werden, mitunter stundenlang, und der Platz im Rucksack ist auch stark begrenzt.

Es gibt keine allgemeine Regel oder Tricks, viel baut auf den eigenen Erfahrungswerten auf. Meiner Meinung nach, ist man meist mit einer Kamera und nur 1-2 Zoomobjektiven in den meisten Fällen sehr gut ausgerüstet für die meisten lohnenden Bildgelegenheiten. Klar, ein Milchstrassenpanorama wird es dann nicht geben, und der schöne Wasserfall wird mitunter auch nur generisch fotografiert, aber dafür hat man viele Kilogramm Gewicht am Rucksack gespart, kann sich schneller bewegen und kann mitunter noch die paar Extra-Meter gehen, um eine noch schönere Perspektive zu erreichen.

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Starke natürliche Linien sind in der Bergfotografie der Normalfall – nutze sie für ein stimmiges Gesamtbild.

Und welche Kamera soll ich jetzt kaufen? Es gibt sicherlich nicht DIE eine Kamera, die man dir sinnvoll empfehlen kann. Die allermeisten Kameras liefern heutzutage sehr gute Ergebnisse und es ist eher die Frage, wo die eigenen Vorlieben liegen. Wir haben keine Verpflichtungen gegenüber einem Hersteller und haben sowohl mit Canon als auch Nikon Spiegelreflexkameras gute Erfahrungen gemacht. Mit deren Modelle kann man grundsätzlich wenig verkehrt machen. Die neuern Modelle von Sony und Fuji werden auch oft gelobt und sind sicher mindestens ebenso sinnvoll. Hier ist zu bedenken, dass die Objektivauswahl teilweise eingeschränkter ist, insbesondere im Gebrauchtmarkt. Vorteile in Gewicht und Packmass bieten die Modelle ohne Spiegel bzw mit elektronischer Suche. Einsteiger und Fortgeschrittenen reicht zudem ein Modell mit mittlerer Sensorgröße (Aps-c, Foveon oder Four Thirds). Eine Vollformatkamera wiegt dagegen deutlich mehr und auch die Objektive nehmen bauartbedingt mehr Platz weg im Rucksack.

Auch Kompaktkameras und Smartphones machen heutzutage richtig gute Bilder bei Tageslicht und sparen dir viel Gewicht am Berg. Gute Bilder macht schliesslich der Fotograf, nicht die Kamera.

Mein Tipp zum Kamerakauf: Wenn du dein hart erspartes Geld ausgeben willst, kaufe dir hochwertige Objektive und vorerst nur eine kleine, ältere Kamera. Später aufstocken kannst du immer noch.

Wichtigstes Ausrüstungsteil ist meiner Meinung nach nicht die Kamera, sondern der Rucksack. Er sollte gut am Körper anliegen, dennoch Ventilation am Rücken bieten und die passende Größe für dein Bergabenteuer haben. Für Tagestouren sollten 20-30 Liter Fassungsvermögen meist ausreichend sein, für eine typische Wochenend-Tour sind 30-45 Liter Fassungsvolumen ein guter Anfang zur Suche.

Ein spezieller Fotorucksack ist dagegen meist eher hinderlich: Das Fotoabteil ist meist starr und nimmt fast den kompletten Raum ein und es bleibt kein Platz für die notwendige Bergsport-Ausrüstung. Spezielle Outdoor-Fotorucksäcke gibt es auch, meiner Meinung nach aber auch maximal ein „Nice to have“. Sie bieten guten Schutz für die Kameraausrüstung, allerdings nimmt dies extrem viel Platz weg und kostet auch Gewicht. Ein normaler Bergsport-Rucksack ist meist meine Wahl. Es lohnt sich hier ein Modell mit großen, einfach zu erreichenden Öffnungen auszusuchen und intelligent zu packen.

Mountain Moments Tipp: Weniger ist mehr! Kamera, 1-2 Objektive in einem normaler Bergsport-Rucksack verstaut, fertig.

Beherrsche deine Kamera

Blende, Verschlusszeit, Iso. Das magische Dreigespann der Belichtung eines fotografischen Werkes gehört zu den Grundlagen jeder fotografischen Ausbildung. Die einzelnen Mechanismen solltest du verstehen und wissen, wie sie sich auf dein Bild auswirken.

Ob du nun manuell, oder halbautomatisch im AV/TV-Modus fotografierst, das ist deinem persönlichem Geschmack überlassen. Die Hauptsache ist, dass du dich mit dem jeweiligen Modus auskennst und die Bedienung der Kamera beherrschst. In der Automatik wird es schwierig das zu erstellen, das du möchtest, denn hier macht die Kamera, was sie denkt, das passend wäre. Nimm dir die Zeit und versuche diese Hürde der manuellen Kamerabedienung einmal zu überwinden. Erst danach kannst du wirklich die Bilder kreieren, die du machen möchtest.

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Klassisches gestalterisches Mittel in der Bergfotografie sind dominierende Linien.

Bildgestaltung

Auch in der Bergfotografie sind die allgemeinen Tipps zur Bildgestaltung hilfreich. Natürlich geben Berge oft eine klare Struktur vor, insbesondere was weitwinklige Landschaftsaufnahmen betrifft. Diese Strukturen und Schatten gilt es vorteilhaft abzulichten. Man kann ja ohnehin die Berge schlecht ändern, Sprengstoff in den nötigen Mengen ist heutzutage ja nicht mehr so leicht zu bekommen ;)

Spass beiseite: Nutze die klaren Strukturen der Berge, Täler, Licht und Schatten für deine Komposition, spiele mit ihnen. Und bewege dich, versuche von möglichst vielen Seiten einen Blick auf die verschiedenen Bildmöglichkeiten zu bekommen und deine Perspektivmöglichkeiten zu erweitern.

Tipp: Passt dir die Bildgestaltung nicht, verändere deine Position und Perspektive!

Beispiel: Du planst eine Hüttenübernachtung und willst die Hütte fotografieren. Mache schon beim Zustieg zur Hütte einige Aufnahmen und versuche dir vorzustellen, wie die Hütte aus anderen Perspektiven wirken könnte, welche Komposition ein stimmiges Gesamtbild ergeben kann. Nach einer verdienten Pause spazierst du nun um die Hütte herum und schaust noch tagsüber, wie sich der Sonnenstand verändert und wo vermutlich die Sonnen untergeht. So kannst du direkt vor Ort noch deine grobe Planung anpassen und hast die meisten Möglichkeiten mit einfachen Mitteln abgedeckt.

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Perspektive! Nicht immer nur die Kamera auf Kopfhöhe nehmen, sondern variieren und auch mal „rein in die Grasnarbe“.

Inspiration – Deine Bergmomente

Fotografieren in den Bergen ist mehr als nur draufhalten und abdrücken. Unserer Meinung nach ist das, was man in der freien Natur erleben und bewundern kann mehr als nur ein schnelles Foto. Ruhe, Stille, Weitblicke, Inspiration, Nähe zur Natur. Der Duft von nassem Gras nach einem Regen, der Wind in den Haaren, die Kälte auf der Haut. Wir erleben in den Bergen Momente, die mehr sind als ein Fingerschnippen auf dem Smartphone. Wer diese Momente bewusst genießt und sie in einem Bild festhält, und über dessen Erstellung er einige Zeit nachgedacht hat, das Bild geplant hat, der wird sich noch sein Leben lang an dieses Gefühl und diesen Ort zurückerinnern können.

„Ein Meer von Bergen liegt vor uns und es wäre ganz vergeblich, diese aufzuzählen oder schildern zu wollen. Nur die Camera könnte den Eindruck theilweise (sic!) wiedergeben.“

Grohmann, P., Wanderungen in den Dolomiten 1827, S118

Allgemeine Tipps und Tricks zur Bergfotografie

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Bergfotografie ist nichts für Langschläfer: Früh raus und/ oder lange wach bleiben ist die Devise.

Zeit

Die klassischen Zeiten der Landschaftsfotografie sind auch die besten Zeiten für die Bergfotografie. Also bereite dich geistig darauf vor, dass es Augenrige geben wird, und es schwierig wird mit den klassischen Essenszeiten in einer Unterkunft oder einer Berghütte. Das beste Zeitfenster ist – bei gutem Wetter (Sonnenschein) – eine Stunde vor bis eine Stunde nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. So nimmst du das schönste, weichste Licht des Tages mit auf deine Bilder.

Merksatz: Von 11 bis 3, hat der Fotograf frei.

Je nach Location lohnt es sich zudem noch eine Stunde vor dieser Zeit anwesend zu sein, um sich den Ort genauer anschauen zu können. Tagsüber ist bei gutem Wetter meist das schlechteste Licht. Die Sonne steht schliesslich am höchsten und die Kontraste sind am schärfsten – dein Kamerasensor kann damit nicht so gut umgehen, wie das menschliche Auge. In der Mittagszeit kannst du dich daher ruhig entspannen oder neue Orte erkunden bzw. zu einem neuen Fotospot weiterziehen.

Ort

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Ein klassischer Fotospot in den Tiroler Bergen. Solche Locations kann man Recherchieren und „nachfotografieren“.

Nicht nur im Immobilienmarkt gilt: „Location, Location, Location“. In der Bergfotografie ist eine gute Hanglage und Sonnenexposition mindestens ebenso entscheidend. Da es viele verschiedenen Vorlieben bei der Bergfotografie gibt, kann man nicht eine bestimmte Lage als allgemeingültig empfehlen. Mein Tipp sind allerdings relativ hohe Berge, hohe Hütten und Bergrücken und Grate. Spannend wirkt es oft, wenn du einen kleineren Berg im Vordergrund platzieren kannst, und sich dahinter ein weites Landschafts- oder Bergpanorama abzeichnet. Für den Anfang helfen in der jeweiligen Region bekannte Aussichtsplätze – nutze diese als Ausgangspunkt deiner fotografischen Entdeckungsreise und bleibe dort nicht bei der Masse stehen.

Tipp: Recherchiere dein Ziel vorab

Instagram, Google-Bildersuche, Google Earth und co bieten einen super Einblick in die Bedingungen vor Ort, und können gute Hinweise auf nette Orte geben. Verlasse dich aber nicht nur darauf, sondern entdecke jeden Ort mit den Augen eines Kindes: Sei neugierig und interessiert und kopiere nicht nur die Arbeiten von anderen.

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Unbekannte Location und zur Mittagszeit aufgenommen. Gerade „schlechtes Wetter“ eignet sich in der Bergfotografie besonders gut um Neues zu entdecken und Variation in die eigene Fotografie zu bringen.

Weitere Tipps und Tricks für den schnelle Fotofortschritt findest du in unseren vielen weiteren Blogartikel, z.B. hier 5 praktische Tipps für bessere Bergfotos.

So, und nun heisst es raus und Bilder machen. Oder du willst dich nun erst so richtig mit der Thematik Bergfotografie befassen? Schreib uns doch deine Gedaneken, Fragen und Wünsche in die Kommentare. Falls es dich eher nach Taten gelüstet, unsere Workshop Termine im Überblick sind nur einen Click entfernt.

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