Die besten Objektive für Bergfotografie und Abenteuerfotografie

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Less is more! Das beste Objektiv ist das, das du dabei hast. In diesem Beitrag lernst du, welche Objektive sich für Bergfotografie und Abenteuerfotografie eignen und warum die meisten Fotografen mit einem Standard-Set auf ihre Abenteuer losziehen, Wir erklären dir aus persönlicher jahrzehntelanger Erfahrung, warum die besten Objektive vielleicht dich auf Abenteuer sogar behindern und du mit guten, aber nicht den besten Objektiven am Besten beraten bist.

Der Materialdschungel ist für Fotografen oftmals verwirrend. Hunderte Kameramodelle drängen sich auf und dazu tausende Objektive. Wir wissen zwar alle, dass der Koch das Essen macht und nicht die Töpfe, aber unpassende Ausrüstung wäre auch nicht das Richtige. Ein paar ordentliche Töpfe dürfen beim Kochen nicht fehlen – und ein, zwei oder mehr ordentliche Objektive können deinen Bilder den nötigen Glanz verleihen.


Über den Autor

Ich bin Marius, Gründer von Mountain Moments, Outdoor-Profifotograf, Sozialwissenschaftler und Bergliebhaber aus Leidenschaft! Lerne das Mountain Moments Team kennen und lies unsere Tipps, Tricks und Foto-Abenteuergeschichten im Blog.


Die Frage nach der Kameraausrüstung* ist wohl die am meisten gestellte Frage auf unseren Foto-Workshops. Klar, niemand möchte eine Fehlinvestition machen.

Ich kann dich beruhigen: Mir ist kein wirklich schlechtes Objektiv-Modell in den letzten Jahren untergekommen. Zu jedem erdenklichen Objektiv gibt es online mehr als ausreichend und gute Information und verschiedene Quellen, die du vor einem kauf konsultieren kannst. Vielmehr ist es sinnvoll den für dich passenden Objektivmix zu finden.

Objektivpark mit einer DSLR Vollformat Ausrüstung. Die Größen – und Gewichtsunterschiede sind markant. Wer nur am Parkplatz am See fotografiert, muss auf Gewicht und Größe nicht achten – wer hingegen erst mehrere Stunden zu seinem Fotospot wandern möchte, der denkt über 2 Kilogramm mehr oder weniger am Rücken besser vorher nach.
vlnr: Standard-Zoom, 3 Festbrennweiten, 2 Tele-Zooms

Objektivkauf – Tipps für Outdoorfotografen

Für Einsteiger empfehle ich gerne sich bei einem Foto-Fachhändler vor Ort beraten zu lassen. Setze dir eine klare Preisgrenze und gib etwa 50% deines Budgets für Objektive aus.

Gerade Gewicht, Größe und Handling lassen sich vor Ort einfach am besten bewerten.

Für Fortgeschrittene und Probier-freudige empfehle ich auch gerne den Objektiv-Gebrauchtkauf – in einem Fachhandel oder Online. Online solltest du auf eigene Faust bei teuren Gegenständen immer Vorsichtsmaßnahmen treffen – und lieber von den unglaublichen Top-Angeboten Abstand nehmen. In den gängigen Portalen findest du eigentlich jedes Objektiv.

Mit dem Gebrauchtkauf steht dir die Option offen ein Objektiv eine Weile intensiv zu testen, und es bei Nichtgefallen wieder weiterzuverkaufen – das gelingt oftmals ohne oder mit sehr wenig Wertverlust. Objektive sind oftmals sehr preisstabil.

Ein guter Fachhändler kann dir viele wertvolle Tipps und Infos geben und dich vor Ort die Objektive deiner Wahl testen lassen. Tipp: Nimm eine eigene Speicherkarte mit, dann kannst du in Ruhe die Ergebnisse der Objektive für dich vergleichen.

Größenvergleich zweiter vergleichbarer Festbrennweiten 56mm APS-C / 85mm Vollformat mit jeweils f1.8. Ich empfehle die verschiedenen Größen und Systeme vor einem Kauf zu testen und Probe-zu-packen mit einem Wanderrucksack bzw. deiner Bergausrüstung inklusive.

Objektivwahl: Entscheidende Faktoren = Größe und Gewicht

Für Bergsport und Abenteuer ist die Größe und das Gewicht jedes Ausrüstungsgegenstandes ein Kompromiss und oft entscheidend in der Produktauswahl – dies ist gänzlich anders als bei vielen anderen Arten der Fotografie.

Landschaftsfotografen führen gerne tonnenweise Material mit sich. Ein großes Stativ und die besten Objektive machen bei klassischer Landschaftsfotografie auch Freude: Sie erzielen die besten optischen Ergebnisse.

Ein großes Setup wiegt viele Kilogramm und ist sperrig und man muss höllisch darauf aufpassen. Drei Eigenschaften, die man am Berg nicht gebrauchen kann. Ein Stativ kann schöne Aufnahmen bei Nacht ermöglichen, oder tolle Effekte mit Wasser und Wolken ermöglichen. Das zusätzliche Gewicht muss allerdings am Rucksack transportiert werden – mitunter stundenlang – und der Platz im Rucksack ist auch stark begrenzt.

Mountain Moments Tipp: Strebe nach einem „tragbaren“ Kompromiss aus Größe/Gewicht/Qualität.

Klar, am Anfang möchte man das perfekte Equipment haben, das die besten Ergebnisse verspricht. Verständlich. Mit was du fotografierst ist allerdings nicht wichtig – die wichtigste Kamera ist die, die du dabei hast. Und gerade bei Bergfotografie ist zu viel und zu großes Material wirklich mehr hinderlich als hilfreich.

Wenn deine Fotoausrüstung 10 Kilogramm wiegt, und du deshalb die Tour nicht schaffst, vorzeitig abbrechen musst oder dich und andere gar in Gefahr bringst, war es nicht die richtige Ausrüstung. Manchmal bringt dir eine Taschenkamera dann wirklich bessere Ergebnisse als diese Top-Ausrüstung.

Oftmals ist es sinnvoll sich hier nun um einen Kompromiss aus Größe-Gewicht-Qualität und natürlich deinem Budget zu bemühen.

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Die Objektivgröße ist ein wichtiger Faktor bei der Bergfotografie. Ein Standard-Zoom für Vollformat ist schnell so gross und schwer wie ein APS-C Kamera mit einem ähnlichen Objektiv. Die Qualität spricht für das Vollformat-Modell (28-75mm, f2.8) – Größe und Gewicht für ein APS-C System (16-50mm f3.5-5.6). Es gibt auch vergleichbare Zoom-Modelle mit identer Brennweite und etwas besserer Abbildungsleistung – ob der dreifache Preis und das doppelte Gewicht für dich Sinn ergibt, musst du für dich und deine Touren selbst beantworten. Für mich war dieses, sehr gute, aber nicht das „beste“ Objektiv die passende Wahl. Wie schwer möchtest du tragen? Welche Qualität bist du bereit zu „er-tragen“?

Objektivauswahl für Berge und Abenteuerfotografie

Noch mehr Auswahl als bei Kameras besteht bei den Objektiven. Ja, Objektive sind wichtiger für die Bildqualität als eine Kamera.

Mountain Moments Tipp: Kamerabody : Objektive = 50: 50

Als Faustformel kannst du dir merken: Beim Kamerakauf etwa die Hälfte deines gesamten Budgets für Objektive einplanen.

Günstig beginnt man mit einer 50mm f1.8 Festbrennweite, ebenso gut und günstig sind oft 35mm 1.8 oder manchmal auch 85mm f1.8 Festbrennweiten.

Aber auch das Standard-Zoom 18-50mm bzw. 24-70mm ist oftmals für einen Anfänger bis hin zum Profi keine schlechte Wahl. Die meisten Bergfotografen nutzen wohl zu 70% oder mehr ihr 24-70mm Standardobjektiv – sie nennen es ihr „Work horse“, ihr Arbeitstier.

In der Landschaftsfotografie können viele Brennweiten eingesetzt werden. Viele Fotografen nutzen ein Weitwinkelzoom, Standardzoom (um 20-70mm, Vollformat) und ein Telezoom (70-200mm, Vollformat).

Mountain Moments Tipp: Taste dich mit günstigen Objektiven ran und wechsle bzw tausche nach deinen Vorlieben. Gebrauchte Objektive sind sehr wertstabil.

Starte mit Festbrennweiten, wenn das Budget eng wird.

Der Vorteil mit Festbrennweiten ist, du konzentrierst dich mehr aufs eigentliche Fotografieren und wirst nicht durch den möglichen Zoom abgelenkt. Nicht ohne Grund sagen viele Fotografen, dass sie mit Festbrennweiten bessere Bilder machen.

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Ein typischer Outdoor-Bergsport Tagesausrüstung: 20l Rucksack,. Hier passt oftmals nicht viel Fotoausrüstung rein. Wechselshirt, Regenjacke, Essen, Trinken, Notfallhandy, Mütze (als Kameratasche und- schutz), Halstuch. Für MTB-Touren: Knieschoner, Handschuhe, Helm, Reparaturmaterialien inkl. Ersatzschlauch. Nicht auf dem Bild: APS-C-Kamera mit Standard-Zoomobjektiv 16-50mm. In einem solch kleinen, aber sportlich sehr angenehmen Rucksack ist oftmals nicht ausreichend Platz für ein großes Kameraset mit Objektivpark.

Meine Objektivempfehlung für Bergfotografie, Landschaftsfotografie und Abenteuerfotografie

Die Foto-Basis besteht in den meisten Fällen aus Kamera-Body mit 2 Objektiven.

  • Standard-Zoom z.B. 18-50mm für Apsc-Sensor oder 24-70mm für Vollformat-Sensoren
  • Tele-Zoom, meist  z.B. 50-200mm für Apsc-Sensor oder 70-200mm für Vollformat-Sensoren

Je nach Abenteuer und Sportart nehme ich zu diesem Standardset oft noch ein weiteres Objektiv mit. Dies variiert stark je nach Tour, Bergregion Abenteuer, Begleitung und Auftrag oder Bildverwendung.

Standard-Zooms sind bei fast allen Bergfotografen das meistgewählte Objektiv. Links APS-C Sensor, rechts Vollformat DSLR. Beachte auch die Gebrauchsspuren – Bergfotografie und Abenteuerfotografie sind nicht gerade günstig für deine Ausrüstung. Beachte dies beim Kauf bereits. Ob dir ein 200 Euro oder ein 2000 Euro Objektiv kaputt geht, auf einen Stein fällt, einen Hang herunterkugelt oder beim Transport Schaden nimmt, macht einen großen finanziellen Unterschied. Der rein qualitative Abbildungs-Unterschied mag nun nicht mehr so wichtig erscheinen ;).

Geht es in einer Reportage um Personen? Dann ist eine offenblendige Festbrennweite sicher eine gute Investition. Möchte man Sternenaufnahmen kreieren, kommt man um ein offenblendiges Ultra-Weitwinkel nicht herum.

Sind wir in einer besonders steilen Bergregion, lohnt es sich oft ein Weitwinkel dabei zu haben, um die Tiefe und Steilheit der Berge einfangen zu können.

Generell hilft es Art, Länge, und Schwierigkeit der Tour in Betracht zu ziehen. Auf besonders langen und anstrengenden Touren, die einen an die Grenzen bringen, wird es vermutlich nicht helfen, das beste, aber 2,5kg schwere, Superteleobjektiv dabei zu haben. Ausser du hast einen Helikopter ;).

Vorteile Zoom-Set: Warum genau dieses Objektivset mit einem Standard-Zoomobjektiv und „Standard“-Telezoom?

Die erwähnten Standard-Zoombereiche sind erstens bei fast allen Herstellern besonders verbreitet – die Auswahl ist entsprechend hoch und die Preise moderat.

Außerdem sind diese beiden Größen bauartbedingt besonders geeignet: Sie sind relativ klein, leicht und bieten dennoch eine oft gute bis sehr gute Abbildungsleistung bzw. gute Gesamtperformance.

Die Nachteile in der Abbildungsleistung gegnüber Festbrennweiten sind – in der gleichen Preisklasse wie andere Objektive – oftmals und für die allermeisten Anwendungen (bis A2 Print) zu verschmerzen.

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Was sind meine Alternativen statt dem Standard-Objektiv-Set?

Eine alternative Herangehensweise sind Festbrennweiten: Oft verwendet werden: 18mm (Apsc), 24mm, 35mm, 50mm, 85mm und 105mm Brennweiten.

Wenn du dich für Festbrennweiten entscheidest, würde ich dir empfehlen diese Brennweiten vor einem Kauf auszutesten. Gute Fachhändler haben eine große Auswahl an gebrauchten und neuen Objektiven* und du kannst hier vorab testen – manchmal gibt es auch kleine Test-Events, wo die neueste Ausrüstung präsentiert wird.

APS-C Kamera (Elektronischer Sensor) mit sehr kleinem Standard-Zoom 16-50 und nicht zu großer Festbrennweite 56mm.

 

Vorteile Festbrennweiten

Der große Vorteil von Festbrennweiten ist die Abbildungsleistung: Brillante Farben, knackige Schärfe und oft ein wunderbares Bokeh sind die klaren Pluspunkte aus technischer Sicht.

Auch bietet die oft größere Offenblende um f1.4 oder f1.8, die Möglichkeit bei Fotos zur Dämmerung sich das Mitführen eines Stativs zu sparen.

Nachteile Festbrennweiten

Der große Nachteil von Festbrennweiten am Berg und auf Foto-Abenteuer ist eben die nicht-variable Brennweite. Oftmals muss man als Fotograf schnell handeln und kann sich nicht perfekt platzieren.

Ein weiterer Nachteil ist es, dass du oftmals mehrere Objektive brauchst, diese auch mitschleppen musst, und sie oftmals wechseln musst. Letzteres ist gerade bei Kameras mit elektronischem Verschluss problematisch, da leichter Schmutz an den Sensor kommt.

 

*Werbung – Offenlegung: In diesem Beitrag sind zwei Werbelinks gesetzt. Sie führen zu einem ordentlichen Kamera-Shop mit Filialen in einigen Großstädten.*

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