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Die Frage nach der perfekten Kamera für Landschaftsfotografie, ist eine der Häufigsten, die uns erreicht. Welche Kamera nutzt ihr? Welches ist die beste Kamera für Landschaften und Natur? Die Ausrüstung ist heutzutage zwar nicht mehr entscheidend, für sehr gute Fotos, dennoch können wir diese Fragen gut nachvollziehen. In diesem Artikel möchten wir dir daher unsere ehrlichen Kaufempfehlung für die beste Kamera geben – für großes, mittleres und kleines Budget.

Hinweis: Alle folgenden Tipps (und generell auf dieser Website) beruhen auf unserer jahrelangen Erfahrung in den Bergen und Natur vom Vorgarten bis Patagonien. Kein Sponsoring, keine versteckte Werbung. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch bedankt: Leite diesen Artikel an deine Freunde weiter, trage dich in unserem Newsletter ein, kommentiere, wenn dir dieser Artikel gefallen hat (oder, wenn er dir nicht gefallen hat). Vielleicht interessierst du dich auch für einen unserer Fotoworkshops in den Alpen.

Kriterien zur Wahl einer Kamera für die Landschaftsfotografie

  • Bildqualität: Am besten herausragend, ohne Fehler, großer Dynamikumfang.
  • Gewicht/Größe: Wenn du viel unterwegs bist, ist Größe Gewicht ein Thema, ansonsten kannst du diesen Punkt überspringen.
  • Objektivauswahl: Das gewählte Kamerasystem sollte viele Objektive zur Auswahl haben, um sich in Größe/Form/Gewicht ein ansprechendes Gesamtpaket schnüren zu können.
  • Nicht wichtig: Alles andere wie Wlan, Wifi, toller Bildschirm, 1500-Millionen Motivvoreinstellungen und Fokusmöglichkeiten und Bildverarbeitung. In der Landschaftsfotografie ist dies alles irrelevant, oft sogar störend.

Generelle Objektivempfehlungen: Das Standard-Set für Bergabenteuer

Zwei-Standard-Zooms: ein ca 25-70mm (Vollformat, 18-50mm für Crop-Sensoren), vorzugsweise mit 2.8er Blende, sowie ein Tele-Zoom 70-200mm (die 2.8er Blende Modelle sind irre schwer, Modelle mit Blende 4 sind deutlich leichter und günstiger). Dazu eine Standard-Festbrennweite 35/50/85 mm mit 1.8er Blende oder/und ein Ultra-Weitwinkel um 10-20mm je nach Gusto, wenn man sich mal künstlerisch fühlt. Wer sich unsicher ist, testet vorab im Handel oder kauft gebraucht.

Kamera-Kaufempfehlungen für die Landschaftsfotografie

Das große Budget – 1500 Euro und mehr

  • Eine Vollformatkamera (wie die Nikon D610 oder D850) mit 2-4 ausgezeichneten Objektiven.
  • Wir empfehlen auch 2018 weiterhin die klassischen DSLR-Modelle von Nikon oder Canon, obwohl die Mirrorless-Modelle (z.B. Sony) teils deutlich leichter sind. Aber auch die Mirrorless-Systeme von Sony und co sind empfehlenswert. Teste wenn möglich und wähle nach deiner persönlichen Präferenz, es gibt in diesem Preissegment keine schlechte Kamera mehr!
  • Investiere in einen guten Fotoworkshop und lerne zielgerichtet und schnell an den schönsten Locations.

Mittleres Budget – 500 Euro bis 1500 Euro

  • Eine Spiegelreflexkamera mit 1-2 Objektiven. Investiere in 1-2 Standardzooms (wie oben genannt), dazu vielleicht eine günstige Festbrennweite (um 100-200 Euro, Blende 1.8). Eine gebrauchte Vollformatkamera oder eine neue mit Crop-Sensor stehen dir zur Verfügung.
  • „Drittelregel“: Nutze zwei Drittel des Budgets für die Objektive, und 1 Drittel für einen Kamerabody
  • Kaufe Teile der Ausrüstung gebraucht – insbesondere Objektive verlieren bei guter Behandlung kaum an Wert.
  • Fotografiere viel und investiere in hochwertige Fachliteratur.

Kleines Budget – bis 500 Euro

Wenn du weniger als 500 Euro zur Verfügung hast, musst du kreativ werden. Wir favourisieren 2 Optionen:

  • 1) Spare, bis du mehr Geld hast und fotografiere mit dem was du hast. Lerne in der Zwischenzeit die Grundlagen der Fotografie in deiner freien Zeit kennen. Lies unsere Foto-Ratgeber und Tutorials, sie sind gratis! Und mach vielevieleviele Bilder! Ein modernes Smartphone, das du schon hast mit einer ordentlichen Foto-App reicht für den Beginn. Dateien im Raw-Format speichern und gezielte Bildbearbeitung bringen dich hier erstmal schneller weiter.
  • 2) Eine gebrauchter, älterer DSLR-Body für ca. 200-300 Euro, dazu ein „Nifty Fifty“ – Standard 50mm Festbrennweite mit 1.8 Blende – für 100 Euro. Den Rest investiert du in einen Kabel-Fernauslöser, Zusatzakku, Speicherkarten, Stativ und eine Handschlaufe – sinnvollerweise etwa in dieser Reihenfolge.

Unsere Kamera-Wahl

Bereits im Jahr 2013 entschieden wir uns für die Nikon D600 bzw D610. Die damals und heute noch leichteste Spiegelreflex Vollformat Kamera. Hervorragende Bildqualität (insbesondere in den „Tiefen“), Stabilität und eine große Objektivauswahl waren die Hauptgründe. Die Nachfolgemodelle D750 etc. sind prinzipiell identisch im Aufbau. Auch heute, 2018, würden wir an dieser Wahl nichts mehr ändern und wieder zuschlagen.

Vor 2013 haben wir mit Canon fotografiert und testen heute regelmässig die meisten Modelle.

Unser Rat: Es ist egal, welche Marke oder welches Modell du wählst. Im gleichen Preissegment bieten fast alle Kameras sehr ähnliche Leistungen in der Landschaftsfotografie.

Seit 2017 würden wir prinzipiell auch wieder die entsprechenden Konkurrenzmodelle (Segment: „Einsteiger-Vollformat“) von Canon empfehlen – die Bildqualität hatte damals im Jahr 2013, im Preis (Unterschied von 1000 Euro) und im höheren Gewicht einfach die schlechteren Argumente.

Klar, es gibt Kameras mit mehr Pixel, etwas mehr Bildqualität (z.B. Nikon D800, D810, D850, Canon 1DX…), andere wiederum mit hunderten Zusatzfunktionen, wieder andere sind leichter (z.B. Mirrorless von Sony) und ganz andere sehen viel erotischer aus in der Werbung. Wir haben diesen Body gewählt, da die Bildquqalität locker für große und qualitativ hochwertige Magazin-Doppelseiten ausreicht bzw. übertrifft, das Gewicht noch „tragbar“ ist, es eine große Objektivauswahl gibt und der Preis für die Leistung vertretbar war/ist.

Entscheide nach deinem Budget: Wir empfehlen die Drittelregel: 1/3 des Budgets in den Kamerabody, 2/3 in Objektive und Zusatzausrüstung (Stativ, Fernauslöseeinheit, Speicherkarten, Akkus).

Wer weniger lange und extrem in den Bergen unterwegs ist, für den ist das Gewicht und die Größe der Kamera weniger relevant. Unsere Entscheidung fusst auf (stark verkürzt): Top-Bildqualität, mittleres Preissegment, zuverlässig, Bingo.

 

Unsere Objektivwahl für Landschaften, Berge und Outdoor(sport)fotografie

Die knappe Antwort: Wechselnder Objektivpark. Da die Auswahl bei Objektiven noch größer und unübersichtlicher ist, als bei der Kamera an sich, geben wir dir hier die Prozentpunkte an, mit der wir unsere halbwegs vorzeigbaren Bilder im Schnitt über 10 Jahre etwa geschossen haben:

50%: Standard-Zoom, das „Immerdrauf“: Für eine Vollformatkamera ist das derzeit ein 28-75mm, f2.8 von Tamron. Kostet nicht die Welt, ist knackscharf, hat kaum Fehler, ausreichend schnell und hat für den Preis das beste Gesamtpaket für Menschen, die ihre Ausrüstung auch mal tagelang tragen. Ähnlich gut für Crop-Sensoren wäre ein 18-55mm geeignet.

20% Standard-Tele-Zoom: 70-200mm. Hier haben wir ein schweres f2.8er Modell von Tamron (ohne Bildstabilisator) für bezahlte Shootings und spezifische Projekte. Sonst ist ein altes, gebrauchtes Nikon mit Blende 4 – leicht und günstig – im Rucksack. Berge rennen zum Glück nicht so schnell von A nach B, daher ist der lahme Autofokus zu verschmerzen (Glück gehabt).

15% Festbrennweiten: 35mm, 50mm, 85mm f1.8 von Nikon: Wenn wir wenig Gewicht mitschleppen wollen, aber doch qualitativ hochwertige Ergebnisse möglich sind oder wir Lust auf experimentieren oder reportagige Ergebnisse haben, kommt eines der Festbrennweiten-Objektive zum Einsatz. Die Objektive sind selten im Einsatz, die Ergebnisse sind dennoch oft die Lohnendsten – und dennoch ist meist das Standardzoom auf der Kamera – ein Paradoxon, das wir selbst noch nicht so wirklich durchschaut haben ;).

5% Ultraweitwinkel: 14mm, f2.8, manueller Fokus von Samyang. Günstig,scharf, aber sehr speziell. Nutzen wir für nur sehr selten für spezielle Effekte oder bei Milchstrassen-Aufnahmen.

0% Alles andere: Klar, es gibt noch bessere, qualitativ hochwertigere Objektive und noch mehr Telemöglichkeiten – diese sind aber kaum mehr „tragbar“ und kosten so viel, dass man diese mit Fotografie alleine eher nicht refinanzieren kann. Wer das dennoch mag: Ein scharfes 400mm, f4 wäre sicherlich das ein oder andere Mal zusätzlich lustig. Falls man uns das zur Verfügung stellen mag, oder den Berg hochschleppen – Sherpas sind immer gern gesehene Gäste ;)!

Lesetipp: Tutorial Landschaftsfotografie – Wissenswertes rund um Landschaften, Natur und Fotografie. Mit vielen sinnvollen (und vielleich auch wenig sinnvollen, aber nützlichen) Tipps aus vielen Jahren praktischer Naturfotografie.

Fazit

Ist die Nikon D610 nun die beste Kamera für Landschaftsfotografie? Nein. Unserer Meinung nach ist die beste Kamera die, die du dabei hast. Egal welche Marke oder welcher Produktname draufsteht und was für tolle Features sie auch hat. Viel wichtiger als die Kamera finden wir das Erlebnis an sich – hier einige Tipps für die Dolomiten – und dass man vielleicht ungefähr grob schonmal verstanden hat, wie man ansprechende Bilder macht (Lesetipp: 10 Tipps für bessere Landschaftsfotos).

Unserer Meinung nach kann man mit jeder Kamera heutzutage mit manuellem Einstellen schöne Landschaftsbilder machen.

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