Auf die Marmolada über den berühmten Westgrat-Klettersteig: Atemberaubender Via Ferrata Abenteuer auf den höchsten Berg der Dolomiten. Alle Infos zu dieser alpinen Wandertour (nur für erfahrene Berggeher und Alpinisten tauglich) mit Wanderkarte, Wegbeschreibung und vielen Fototipps.

Mit bis zu 800 Höhenmetern zählt die Marmolada-Südwand zu den imposantesten Wänden der Ostalpen. Den höchsten Gipfel der Dolomiten mit dem größten Gletscher der Region erreicht man über einen anspruchsvollen Klettersteig.

Der Westgrat-Klettersteig wurde bereits 1903 errichtet und gehört damit zu den ältesten Klettersteigen der Südalpen. Trotzdem hat er kein Stück an seiner Einzigartigkeit verloren. Der mittelschwere Klettersteig (B) führt über Messers Schneide über den exponierten Grat, immer mit dem furchterregenden Blick der imposanten Südwand hinab ins Ombrettatal. Der Abstieg erfolgt über den spaltenreichen Marmolada-Gletscher, weshalb die Hochtour nicht zu unterschätzen ist und dementsprechend Hochtourenerfahrung Grundvoraussetzung ist.


Über den Autor

Hey! Ich bin Marius, Gründer von Mountain Moments und Bergliebhaber aus Leidenschaft! Lerne das Mountain Moments Team kennen und lies unsere Tipps, Tricks und Foto-Abenteuergeschichten im Blog.


Die Marmolada hatte bereits im Ersten Weltkrieg eine große taktische Bedeutung für den Stellungskrieg zwischen Österreich und Italien. Der traurige Meilenstein war der katastrophale Lawinenabgang am 13. Dezember 1916, der ca. 300 Österreichern das Leben kostete. Dieser Lawinenunfall zählt zu den schlimmsten Lawinenunfällen der Geschichte.

Heute ist die Marmolada sowohl im Sommer als auch im Winter ein Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen, Skifahrer, Wanderer sowie via Ferrata-Fans. Der Gletscher ist in den letzten Jahren dramatisch abgeschmolzen, sodass die Wegführung in dieser Form wohl nur noch einige Jahre oder Jahrzehnte anhalten wird. Die Besteigung dieses Klassikers und Fotos des dramatischen Gletschers ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der gletscherbedeckte Marmolada Gipfel  – fotografiert vom Sella Pass aus. Die Wanderung start links im Bild an der Grenze der Schneebedeckung und führt in einer diagonalen Linie nach rechts zum höchsten Punkt und umgeht dabei die sehr steile Nordwest-Flanke. Vorsicht: Bereits eutlich davor herrscht Gletsscher-Bedeckung – d.h. Spaltengefahr und Absturzgefahr! Diese Tour ist nur für erfahrene Berggeher mit den entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten. Jeder Profifotograf weiss, wie man Emotionen in der Landschaftsfotografie weckt. Wir bei Mountain Moments teilen dieses Wissen mit dir. Mache mit diesen Profitricks die Landschafts-Bilder für dein Portfolio, die du dir schon immer erträumt hast.

Wegbeschreibung Marmolada – Westgrat-Klettersteig

Vom Parkplatz am Fedaia-Stausee bergwärts dem steinigen Steig entlang des Korblifts Fedaia-Pian dei Fiacconi bis zur Sforcela de Coi di Bousc folgen. Von dort geradeaus über die schuttbedeckten Moränenhänge bis zum unteren Rand des Vernel-Gletschers aufsteigen.

Hier lohnt es sich bereits, das Klettersteigequipment und je nach Verhältnissen die Steigeisen anzuziehen. Den Gletscher meist mittig gehen und im oberen Bereich nach rechts zum Einstieg des Klettersteigs queren.

Nach einer kurzen Einstiegsstufe und einer Verschneidung wird die Marmolada-Scharte erreicht. Anschließend entlang des Klettersteigs über den Felsgrat bis zum Gletscher am Notbiwak (Capanna Punta Penia) klettern. Am Notbiwak vorbei und zum Ponta Penia-Gipfel (3343m).

Nach einer ausgiebigen Mittagspause Richtung Capanna Punta Penia zurückkehren und einige Meter davor nach rechts abbiegen. Je nach Verhältnissen hier eine Seilschaft bilden und den Gletscherrücken absteigen. Nach etwa 100 Höhenmetern führen die Steigspuren nach rechts über eine kurze Klettersteigpassage zum Marmolada-Gletscher.

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Die folgende Gletscherpassage ist von diversen größeren Querspalten geprägt. Bei Blankeis im steilen Bereich möglicherweise Eisschrauben als Zwischensicherung nutzen. Anschließend den Gletscher überqueren und dem Moränensteig bis zur Pian dei Fiacconi-Hütte folgen. Von dort bis zum Stausee über den bereits im Aufstieg begangenen Wanderweg absteigen.

Fototipps Marmolada – Westgrat-Klettersteig

Die Gipfeltour auf die Marmolada hat für Fotografen unglaublich viel zu bieten, sodass zeitliches Geschick vonnöten ist, um keine Schwierigkeiten im Abstieg zu bekommen. Bereits entlang des Klettersteigs gibt es zahlreiche lohnenswerte Fotospots. Am Gipfel ist das obligatorische Gruppenbild Pflicht! Im Norden reicht der Blick über sämtliche bekannte Dolomitenberge bis in die Stubaier und Zillertaler Alpen. Nach Süden ist vor allem die die steile Südwand in Verbindung mit dem Sasso Vernale markant. Im Abstieg sind je nach Firnauflagen die Gletscherspalten ein grandioses Motiv.

Die Marmolada vom Passo Falzarego aus gesehen. Der höcshte Berg der Dolomiten und weiterhin mit einem Gletscherkleid gekleidet. Wir empfehlen diesen Routen nur erfahrenen Bergwanderern mit der nötigen Kenntnis und Erfahrung in alpinen Sicherungs- und Notfalltechniken. Fotografisch empfehlen wir vor allem die Nahaufnahmen der eindrucksvollen Spaltenzonen im Abstieg aus der Vogelperspektive. Aber Achtung: Bei der Nahaufnahme bitte nicht zu nah an den Spaltenrand treten, da die Schneebrücken einbrechen können!

 

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InformationenMarmolada – Westgrat-Klettersteig

Anreise: A22 Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Klausen, weiter auf der Landstraße Richtung Sankt Ulrich. Weiter über Wolkenstein und Canazei bis zum Fedaia-Stausee. Am Stausee nach rechts abbiegen bis zum Parkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel: Per Zug über Innsbruck bis nach Bozen. Mit Regionalbussen nach Canazei. Umsteigen in einen lokalen Bus oder mit dem Taxi bis zum Fedaia-Stausee.

Schwierigkeit: schwierig

Dauer: 7,5h, 9,4km

Aufstieg/Abstieg: 1300hm/1300hm

Höchster/tiefster Punkt: 3343m/2094m

Einkehrmöglichkeit: Pian dei Fiacconi-Hütte, Ghiacciaio Marmolada-Hütte, Capanna Cima Undici-Hütte

Start/Ziel: Parkplatz Fedaia-Stausee (Capanna Cima Undici) (Koordinaten: geogr. 46.457610, 11.864459)

Tipps: Gletscherabstieg insbesondere bei Blankeis oder weichen Verhältnissen am Nachmittag unangenehm, daher früher Start empfohlen oder Abstieg über den Klettersteig. Übernachtung auf der Pian dei Fiacconi-Hütte ermöglicht einen frühen Aufbruch.

Besondere Gefahren: Achtung Gletscherspalten! Teilweise Absturzgefahr! Versicherter Klettersteig, Geröllfelder, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, spaltenreiche Gletscherüberquerungen, steile Eispassagen (35°), Lawinengefahr insbesondere bei größeren Neuschneefällen (Altschneeproblem).

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