Einsamkeit, Natur, Ruhe und Stille – das charakterisiert wohl die Sellrainer Hüttenrunde. Abseits des Skigebietswahnsinns wandert man hier in (fast) unberührter Natur von Hütte zu Hütte solange man möchte. Alle Infos zu dieser Mehrtageswanderung ab Innsbruck im Blog mit Wanderkarte und GPS Track im Download.

Einsame Landschaft ohne Lifte, Autos und Lärm – stattdessen Natur, Stille und Erholung pur. Hier, im Sellraintal wandert man genüsslich in bis zu zehn Tagesetappen von Hütte zu Hütte, genießt die einsame Bergwelt und kommt zur Ruhe.

Man schaut dem Wasser in den natürlichen Gebirgsbächen beim Fließen zu, hört den Wind um die mitunter schroffen Bergflanken und Murmeltiere pfeifen. Hier und dort muht eine Kuh oder es wiehert ein Pferd. Vielleicht begegnet man in der Hauptferienzeit einer Handvoll anderer Wanderer. Das war es auch schon an Aufregung. Und genau das ist es, was die Sellrainer Hüttenrunde zu einer genussvollen Bergwanderung macht. 


Über den Autor
Hey! Ich bin Marius, Gründer von Mountain Moments und Bergliebhaber aus Leidenschaft! Lerne das Mountain Moments Team kennen und lies unsere Tipps, Tricks und Foto-Abenteuergeschichten im Blog.


Hier finden wir Ruhe, Stressfreiheit und Natur – und auch genug Zeit, uns damit zu beschäftigen oder einfach die Gedanken schweifen zu lassen. Als Bergwanderer erkundet man die einsamen Gipfel und erwandert sich das Gebiet in mehreren Tagen von Hütte zu Hütte. Klare Gebirgsbäche, kleine Seen und malerische, mit vielen Bergblumen geschmückte, hochalpine Terrassen laden ein zum Innehalten, zum Schauen oder auch zum Erkunden. 

Unseren Ballast werfen wir hier schnell ab. Und wenn wir zurückkommen, bleibt nichts außer unseren Fußabdrücken in den wenig ausgetretenen Pfaden – und unser befreites Lächeln im Gesicht.  

Wegbeschreibung  

Die hier beschriebene Hauptvariante ist beliebig verlängerbar oder abkürzbar und dient als grober Hinweis. Je nach Bedingungen kann hier beliebig variiert werden. Zur Navigation bitte den GPS-Track verwenden.

Wie überall in der Region finden sich an den Startpunkt und Parkplatzen Wanderschilder und du kannst mit den gängigen Apps problemlos navigieren. Auf allen Hütten sind die topografischen Karten der Region vorhanden und das Hüttenpersonal gibt dir gute Hinweise auch zu aktuellen Wegbeschaffenheiten.

Dieser hier vorgestellte Weg ist der „Klassiker“, du kannst ihn beliebig auch tagesaktuell ändern und an deine Wünsche anpassen. Den GPS Track findest du zum Download im Buch Innsbruck Outdoor Guide (kannst du direkt hier bestellen, Infos findest du unten).

Der Hauptweg startet im Skigebiet Kühtai, Haltestelle Kühtai Ort. Wenige Meter zurück nach Osten entlang der Hauptstraße und gleich links geht es eine Straße hoch. Dieser Straße etwas folgen und im weiteren Verlauf den Wanderweg Richtung Finstertaler Speichersee/Schweinfurter Hütte nehmen.

Stets auf dem Wanderweg bleiben, die Staumauer hoch, linkerhand am Speichersee Finstertal vorbei und schließlich auf die Finstertaler Scharte (2777m). Hier stets bergab zur Schweinfurter Hütte (2015m).

Von der Talstation den Bus oder etwas bergab im Ortszentrum die Straßenbahn zurück nach Innsbruck Zentrum nehmen.

Ab der Schweinfurter Hütte taleinwärts der Fahrstraße folgen, den Wanderweg links bergauf zum Geirschjöchl (2751m) nehmen. Vom Jöchl stets bergab zur Pforzheimer Hütte (2305m). Von der Pforzheimer Hütte taleinwärts und hinunter zum Gleirschbach. Am Bach angekommen diesem taleinwärts zur Zischgenscharte/Schöntalspitze (3002m) folgen und bergab zum Westfalenhaus 2255m).

Bergab nach Lüsens und rechterhand lange bergauf bis zum Roter Kogel (2832m). Weiter den Wegweisern zur Potsdamer Hütte (2005m) folgen. Über das Schwarzhorn (2812m) zur Adolf-Pichler-Hütte (1980m).

Hier bergauf Richtung Hoadlsattel und über den Widdersbergsattel und Lizumer Kar sowie über Halsl zum Birgitzköpflhaus. Hier nun zur Bergstation der Mutterer Almbahn queren und ins Tal fahren oder weiter bis zur Talstation gehen.

Tipp: Wer wert auf kulinarisches Wandern legt, wird von den Hütten an der Sellrainer Hüttenrunde wohl enttäuscht – mit wenigen Ausnahmen wird „Tütenfras“ serviert. Selbstgemacht ist hier nur die Rechnung (In der Hoffnung dies wird auch von den Hüttenverantwortlichen gelesen: das geht auch im hochalpinen Gelände besser).

Also am besten auch selbst etwas Verpflegung auf die Hütten mitnehmen. Fast allesamt sind übrigens Alpenvereinshütten und mit den entsprechenden Mitgliederausweisen erhälst du Rabatte auf die Übernachtung.

Fototipps  Sellrain

Die Fotogelegenheiten auf dieser Mehrtageswanderung sind vielfältig. Es gibt keine besonders herausstechende Fotolocation. Wer mag, kann den Umweg über die Nockspitze am letzten Tag noch mitnehmen und den Tiefblick nach Innsbruck einfangen. 

Das Besondere an dieser Runde ist, dass man außer zu Beginn und Ende und die Berghütten und Wanderwege keine menschlichen Natureingriffe sieht und erfährt. 

Oftmals sind Gegenhangperspektiven mit einem Teleobjektiv möglich, aber auch weitwinklige Aufnahmen mit den wunderbaren einzelnen Tälern – teils mit den einsam gelegenen Berghütten – sind ein lohnendes Motiv. Makroaufnahmen von Flora und Fauna sowie Wanderbilder runden den fotografischen Teil ab.

Tipp: Das Sellrain ist relativ gut abgeschirmt und frei von Lichtverschmutzungen. Nachtaufnahmen von Sternenhimmel, Mond und ähnliches sind hier sehr empfehlenswert. Mountain Moments bietet dir Foto-Workshops und Foto-Reisen die dich für solche besonderen Momente in der Natur vorbereiten. Mache das Beste aus deiner Kamera und kreiere ein Outdoor-Fotografie Portfolio auf das du stolz bist.

Informationen  Sellrainer Hüttenrunde

Anreise: Von Innsbruck Richtung Axams und weiter ins Sellraintal bis Kühtai.

Öffentliche Verkehrsmittel: Per Postbus 4166 von Innsbruck Zentrum/Hbf bis Kühtai Ort; fährt von zirka Anfang Juli bis Ende September. Zurück per Bus oder Stubaitalbahn Straßenbahn (verkehren durchgehend).

Schwierigkeit: mittel-schwer

Dauer: 28h (ca. 4-5 Tage), 57km   

Aufstieg/Abstieg:  5355hm/5765m   

Höchster/tiefster Punkt: 3002m/1605m  

Einkehrmöglichkeit: diverse

Start/Ziel: Kühtai Ort (Koordinaten: geogr. 47.213504,11.022873)  

Beste Zeit: Juli-September

Tipps: Hütten in der Hauptsaison und am Wochenende vorab buchen.

Besondere Gefahren:

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