Wasserfall fotografieren – ohne Stativ

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Fliessendes Wasser und Wasserfall fotografieren ohne Stativ. Ein beliebtes Motiv auf Bergwanderungen sind immer wieder Wasserfälle und Bäche entlang des Weges, diese zu fotografieren, ist kein Hexenwerk. Wir haben hier vier Tricks um Wasserfälle und fliessendes Wasser ohne Stativ auf einer Wanderung zu fotografieren zusammengestellt.

Um den begherten sogenannte „Schleier-Effekt“ zu erhalten, nimmt man normalerweise ein Stativ, setzt seine Kamera darauf und fotografiert den Wasserfall mit einer langen Verschlusszeit um 1 bis 15/30 Sekunden. Diese Langzeitbelichtung lässt das Wasser „verschwimmen“ und es stellt sich der begehrte Schleiereffekt ein. Das fliessende Wasser verliert seine in der Kamera eingefrorene Form und erscheint wie eine Art fliessender Strom – für viele gilt dies als visuell ansprechender und zum Thema „fliessendes Wasser“ passender. Natürlich benötigt man hierzu neben der Kamera ein Stativ und eine Fernauslöseeinheit über Kabel oder Funk. Zusätzlich, gerade bei sehr hellem Tageslicht oder an sehr hellen Fotospots braucht man zusätzlich einen ND-Filter, um die langen Verschlusszeiten erst zu ermöglichen.

Nun ist das mit dem Stativ auf Bergwanderungen allerdings nicht ganz so trivial. Klar ist, ein Stativ macht Langzeitbelichtungen einfach möglich, allerdings wiegt es mitunter einige Kilogramm und diese muss man stunden- oder gar tagelang mit sich auf dem Rücken herumtragen. Möchte man sich dieses Gewicht (und die folgenden Rückenschmerzen) nicht antun, muss man etwas erfinderisch werden. Folgende Tipps zum fotografieren für fliessendes Wasser für Bergwanderer haben sich als tauglich erwiesen.

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Wasserfall fotografieren: Ein malerischer Bergbach im Nebel. An dieser Stelle war leider keiner der Tipps durchführbar. Wer sich das Stativ auf Wanderung spart, muss dann auch mal damit leben, dass er den „Wasserschleier“ nicht festhalten kann.

4 Tipps: Wasserfall fotografieren ohne Stativ

 

1.) Kamera auf den Rucksack oder Boden legen

Die Kamera auf den Boden oder einen Rucksack legen. Es empfiehlt sich eine nicht feuchte Stelle, am besten etwas erhöht auf einem Fels oder Stein. Als Unterlage für die Kamera einfach ein weiches Kleidungsstück nehmen. Hilfreich ist auch der Rucksack, den man beim wandern sowieso dabei hat. Hier erhält man noch ein paar Zentimeter mehr Bodenfreiheit und muss seine Kamera nicht direkt ins hohe Gras legen.

2.) Dreibeinstativ aus Ästen

Freunde des Pfadfindertums haben immer ein Stück Seil oder ähnliches dabei. Wir nehmen drei stabile Äste und verbinden sie auf etwa 80-90% ihrer Länge mit diesem und basteln uns damit ein natürliches Dreibeinstativ. Tipp: Vor der Nutzung mit einem weniger teuren Gegenstand (z.b. Wasserflasche) die Stabilität prüfen

3.) Kamera an einen Baum hängen

Die meisten Fotografen haben den originalen Kameragurt stets an ihrer Kamera. Warum also diesen nicht einsetzen, um die Kamera an einen Baum zu hängen. Ein erweitertes Stück Schnur, z.b. Reepschnur ist hierzu oft hilfreich, um eine geeignete Stelle zu nutzen. Am besten Eignen sich große Äste, um die man die Schnur bzw. den Kameragurt befestigt.

4.) Mini-Stativ oder Kugelstativ (Gorilla Pod)

Etwas mehr Flexibilität am Berg erreicht man – möchte man kein großes Stativ mit sich hermschleppen – indem man ein möglichst kleines und leichtes Stativ mit sich führt. Gorilla Pods haben sich hierzu bewährt. Allerdings sind sie sehr klein und ermöglichen meiner Erfahrung nach nur unwesentlich mehr Spielraum als die Kombination aus Rucksack und einer kurzen Reepschnur. Fotografieren wir an einer windgeschützten Stelle und nutzen kein schweres Objektiv, also z.b. eine kleine, leichte Festbrennweite um 35 oder 50mm, erzielt man hervorragende Ergebnisse auch mit einem sehr günstigen Plastik-Stativ. Jeder kennt diese billigen Plastik-Stative. Diese gibt es oft schon für 15-20 Euro beim Discount-Supermarkt um die Ecke, oder im Elektronik-Fachmarkt bzw online. Die Plastikstative sind oft sehr leicht, aber auch ziemlich instabil, was leicht zu Verwacklern führt. An einer windgeschützten Stelle mit leichtem Objektiv und das Stativ auf maximal halber Höhe gestellt, reicht aber in den meisten Fällen gerade so aus, um ein nicht verwackeltes Bild zu erhalten.

 

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Natürlich klappen diese Tipps nicht immer. Ist keine geeignete, erhöhte Stelle vorhanden und auch kein Baum oder Ast in Reichweite, muss man ohne den beliebten „Schleiereffekt“ auskommen. Das ist dann einfach so und lässt sich in dem Moment auch nicht ändern. Vielleicht entdeckt man stattdessen andere und neue fotografische Gelegenheiten. Bei der nächsten, vielleicht kürzeren Wanderung kann man sich ja erneut überlegen, ob man das Stativ nicht doch mal wieder mitführt, wenn man sich das Thema „Wasserfall fotografieren“ auf die Agenda gesetzt hat.

 

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