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Als Mitteleuropäer bewegt man sich oft zwischen den Jahreszeiten. Irgendwo zwischen Sommerhitze und verschneitem Zauberland fällt die Tourenplanung dabei nicht immer leicht. In den Alpen kommt es da schonmal vor, dass man unten im Tal noch bequem im Tshirt flaniert, oben auf den Bergen aber schon der Winter Einzug hält. So auch vergangenes Wochenende am Achensee. Einige Tipps zur Tourenplanung zwischen den Jahreszeiten.

Vom Skitouren beim Winter kannte ich einen netten Fotospot hoch über dem Achensee, den ich im adretten Herbstlicht abzulichten plante. Nun, Frau Holle hatte da andere Pläne diesen Herbst. Knapp 20 cm Schnee lagen bereits in den nordseitgen Hängen in Gipfelnähe, zum Skifahren zu wenig, zum wandern eher zu viel.

Immmerhin genug weiße Pracht um an diesem sonnigen Wochenendtag die Gondelwanderer in Gondelnähe zu begrenzen und unserseins davon abzuhalten im steilen, verschneiten Wiesengelände einen Fotospot zu suchen. Zwar sind meine Laufschuhe gut mit Profil ausgestattet, der rutschige Wiesenuntergrund war dann aber doch Grund genug auf den Wegen zu bleiben und nur die frische Luft und Aussicht zu geniessen.

 

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Tourenplanung zwischen den Jahreszeiten

Zwischen den Jahreszeiten auf die Berge zu gehen, erfordert oft einen gewissen Spielraum in der Planungsbreite. Zwar ist es verlockend einen Plan am Rechner oder über einer Karte bis ins Detail auszuarbeiten, ob sich die Natur an diesen ursprünglichen Plan anpasst, ist aber zumindest fraglich. Meist ist eine Prise Anpassungsfähigkeit ein Faktor für eine vernünftige Durchführung.

Einige Tipps zur Tourenplanung bei ungewissen Wetter zwischen den Jahreszeiten:

  • Webcams studieren: Sie geben Aufschluss über das grobe aktuelle Wetter, sowie die letzte Schneefallgrenze und allgemeine Schneelage. Immer verschiedene Webcams einer Region betrachten, um einen guten Überblick zu erhalten.
  • Schneelage und Lawinenlagebericht checken sofern bereits bzw. noch vorhanden.
  • Offene Tourenplanung: Mögliche Ausweichrouten bereits vor- und mitdenken.
  • Offenheit das geplante Ziel jederzeit anzupassen: Der wohl schwierigste Punkt beim alpinen Sport ist das Umdrehen als ständige offene Option vor Ort zu behalten. Zu oft schlägt uns die menschliche Psyche und soziale Prozesse in der Gruppe bei fragwürdigen Bedingungen ein Schnippchen. Ein bisschen „zu weit gehen“ geht oftmals gut, manchmal ist aber schon dieser eine Schritt weiter einer zu viel.
  • Ausrüstung anpassen: Genug wärmende, aber auch genug leichte Bekleidung für die mitunter stark wechselhaften Verhältnisse (Oft gewählt: Leichte regen- und windfeste Jacke, wärmende Schicht darunter, Wechselshirt, Bedeckung für Kopf, Hände und Arme), dazu passendes Schuhwerk.
  • Sicherheitsausrüstung bedenken: Zusätzliche Sicherheitsausrüstung (Steigeisen, Pickel, Notseil, Stöcke, LVS-Notfallausrüstung) kann sinnvoll, aber auch hinderlich sein. Ein voller Handyakku, jemanden zur Tourenwahl im Voraus Bescheid gegeben zu haben, eine Karte oder genaue Ahnung darüber wo man sich befindet und eine Stirnlampe sind Mindestvorkehrungen. Pluspunkte gibts für eine Erste-Hilfe-Set und eine laute Pfeife.

Frühwintertouren schaffen es immerhin die Lust auf den Winter zu wecken. Beim nächsten Besuch wird es hier sicherlich etwas verschneiter zugehen und vielleicht passen dann auch die Licht- und Schneebedingungen besser.

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