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„Was für eine Ausrüstung hast du für deine Fototouren?“ ist wohl die häufigste Frage, die mir beim Thema Outdoor Fotogafie begegnet. Das Thema Ausrüstung Outdoor Fotografie ist umfassend und wird von Herstellern logischerweise stark betont. Dieser Artikel erklärt dir meine Standard-Ausrüstung für eine normale Tagestour in den Alpen. Wichtig ist nicht so sehr, was du alles hast und noch kaufen musst. Wichtig ist vielemehr zu wissen, was du brauchst, und fast noch mehr was du nicht brauchst.

Eine der häufigsten Fragen, die Einsteiger in eine sportliche Betätigng stellen, ist die nach der Ausrüstung. Outdoor Fotografie findet draussen in der Natur statt – bei uns meist in den recht gut erschlossenen Teilen der Alpen. Zumindest ein kurzer Blick aufs Wetter ist daher integraler Bestandteil einer Foto-Tagestour. Durch die gute Infrastruktur (und damit einhergehend eine gute Notfallabsicherung) und den modernen Konsummustern ist es nicht die Kunst alles zu besitzen, was du brauchen könntest, sondern nur das zu besitzen und mitzunehmen was du tatsächlich brauchst. Lass doch die anderen ihre 15 Kg Gepäck schleppen.

Rucksack-Check für Tagestouren und Outdoor Fotografie

Wichtig ist natürlich ein Rucksack, um alle nötigen Utensilien zu tragen. Da ich mit Wandern, Mountainbiken und Skifahren und Trailrunning einige Sportarten betreibe, würden jeweils spezielle Ausrüstungsgegenstände eventuell nett und besonders passend sein, ich halte es da aber lieber mit Einfachheit und nehme so wenig wie möglich mit und versuche einen Gegenstand für viele Zwecke einzusetzen, so auch die Rucksäcke.

Mein Tagesrucksack ist ein 20l-Skitouren bzw. Freeriderucksack. Er sitzt ziemlich satt am Rücken und wackelt beim Biken, Laufen und Skifahren kaum. Nachteil dieser Bauart: Man schwitzt ziemlich am Rücken, da die Belüftung mangelhaft ist. Sinnvoll jedenfalls, insbesondere für Fotografen, ist eine weite Öffnungsmöglichkeit, um einfach und schnell auf die Kamera zugreifen zu können, sowie zusätzliche Halterungen, wenn man mal z.b. ein Stativ mitschleppen möchte. Das gute Stück dürfte mitlerweile rund 6 Jahre alt sein. Das sieht man ihm auch sehr an, dennoch finde ich es sinnvoll auch solch ein heutiges Lifestyle-Produkt solange zu nutzen, bis es auseinanderfällt. Ich schätze seine 10 Jahre wird er wohl schaffen, meiner Meinunger nach ein Wert, der halbwegs ordentlich ist.

Weitere Kamerabefestigungen habe ich getestet, wirklich überzeugt hat mich keine. Die Befestigung am Schultergurt per Clip funktioniert nur mit sehr leichten Kameras, hier drückt es sonst bereits nach 15 Minuten unangenehm. Einen Befestigung am Hüftgurt seitlich ist beim Wandern ganz in Ordnung, Nachteil ist, es funktioniert nur beim Wandern, kostet gutes Geld und Platz im Schrank und die 3 Sekunden Zeitersparnis hat man bei einer solch gemütlichen Tätigkeit, wie dem Wandern auch nicht wirklich nötig. Sinnvoll finde ich eine kleine Kameratasche am Brustgurt, insbesondere beim Skitouren. Wer hier etwas Lust auf Basteln hat (Tipp: Karabiner und etwas Reepschnur), kann damit teilweise auch ordentlich abfahren. Obwohl dies so ganz gut funktioniert, lasse ich die Kamera fast immer im Rucksack (mit Ausnahme von manchen bezahlten Shootings). Bewegungsfreiheit und Einfachheit sind mir wichtiger und die wenigen gesparten Sekunden Zeit machen nun wahrlich keinen Unterschied. Wichtiger ist sowieso die Kommunikation mit den Akteuren und das Vorausahnen fotogener Situationen und Momente (dieses Projekt hat ja angeblich etwas mit Bergmomenten zu tun, vielleicht nicht zu unrecht ;)).

Ausrüstung Outdoor Fotografie

Im Rucksack habe ich so wenig wie möglich. Das folgende Bild zeigt den Inhalt einer einfachen MTB-Tagestour. Nicht auf dem Bild ist die Kamera mit Standard-Zoomobjektiv, sowie die Bekleidung, die ich trage, d.h. T-Shirt, kurze Hose, leichte Wind/Regenjacke.

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Outdoor Fotografie Tagesausrüstung: 20l Rucksack, Wechselshirt, Essen, Trinken, Notfallhandy, Mütze (als Kameratasche und- schutz), Halstuch. Für MTB-Touren: Knieschoner, Handschuhe, Helm, Reparaturmaterialien inkl. Ersatzschlauch. Nicht auf dem Bild: Kamera mit Standard-Zoomobjektiv, dünne Wind/Regenjacke, Not-Groschen für Notfall-Essen.

Bei einer Wandertour entsprechend nicht dabei sind Bikehelm, Knieschoner, sowie Reparaturmaterialien. Handschuhe sind auch beim Wandern dabei, sowie eine dünne lange Schicht Notfall-Bekleidung, falls es doch windiger oder kälter wird als gedacht. Beim biken finde  ich dies nicht so notwendig, da ie körperliche Aktivität im Gebirge einfach doch höher ist. Die Kraftwerke in den Zellen produzieren dann ohnehin so viel Wärme, dass kaum Wetterschutz notwendig ist. Dies ist individuell unterschiedlich, wer leicht friert, z.b. auch an den Beinen, dem sei eine Zip-Hose oder zusätzlich Armlinge und Beinlinge bzw. eine Leggins bzw. Jogginghose anzuraten. Wer eine längere Gipfelpause plant oder sich die Option offenhalten möchte, sollte bedenken, dass je 100 Höhenmeter mehr die Temperatur im Schnitt um 0,6° C niedriger ist. Bei einer durchschnitlichen Tour um 1000 Höhenmeter sind dies also 6° C weniger. Ausserdem ist auf den Bergen tendenziell windiger und mit steigendem Wind sinkt die gefühlte Temperatur – der sog. Windchill – zusätzlich.

Faustregel: Warmer Sommertag im Tal = angenehm kühl auf den Bergen = 1 zusätzliche Bekleidungsschicht sinnvoll bei Nicht-Aktivität (längere Pause).

Für die einfache Bergfotografie reicht mir meist das Standard-Zoomobjektiv (bei normaler Sensorgrösse z.b. 18-55mm), bei Vollformat zb. 25-75mm). Eine Tagestour findet ohnehin am Tag statt, da passiert ohnehin nicht viel, da das Licht tendenziell nicht gut ist. Meist nehme ich keinen Zusatzakku mit, ein 3/4el voller Akku hat noch immer gereicht. Meist schiesse ich ohnehin nur 100 Bilder im Schnitt, der Akku ist für ca 6-900 Bilder gut. Eine zweite Speicherkarte ist allerdings zur Beruhigung dabei,

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A propos Wetterschutz: Manchmal ist ein Helm gar nicht so blöd ;)

Als Kameratasche nutze ich fast immer eine normale Mütze. Falls es doch empfindlich kalt wird, kann man diese ja aufsetzen, der Kamera macht das wenig.

Bezüglich Ernährung und Trinken sind die Vorlieben entscheidend. Mancher braucht regelmässig Nahrung, manche können stundenlang ohne Essen und trinken auskommen (Tipp: Das kann man trainieren). Ich nutze meist eine einfache Einweg-Plastikflasche mehrfach (etwa 5-20 Touren). So spart man Gewicht und verwendet lästige, umweltverschmutzende Einweg-Materialien auf natürliche, einfachste Weise mehrfach. Mir reicht meist 1 Liter Wasser auf einer Tour. Bei längeren Touren nehme ich je nach Lust und Laune und Niederschlagsreichtum mehr mit. Nährstoffbedarf unterwegs ist ebenso trainierbar. Je weniger trainiert du bist, desto eher musst du deinem Körper Nährstoffe zuführen. Ein Klassiker ist ein einfaches selbstbelegtes Brot, zusätzlich sinnvoll sind gerne Kekse, Schokolade (unten im Rucksack verstauen, dort schmilzt sie eher nicht) oder Müsliriegel. Eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweiss sind sinnvoll, einige Fette schaden auch nicht. Energieriegel nutze ich nur, wenn ich gerade selbst welche gebacken habe (meist auf Müslibasis mit Honig). Das ist günstig, gesund und man weiss was drin steckt.

Wichtig: Jeglichen Müll wieder mitnehmen und nicht in der Natur belassen.

Wer mit dem eigenen Auto anfährt, ist gut beraten eine Art Notfall-Kit im Auto zu haben. Das heisst, einen zusätzlichen Liter Getränk, ein bisschen Notfallnahrung (Kekse, Schokolade etc.) und ein Satz Notfall-Kleidung, falls man doch mal vom Regen (oder wie an diesem Tag Hagel – wie gut, dass man einen Helm als Mountainbiker dabei hat ;)) geküsst wird. Ich bewahre dies meist in einer Stoff-Tüte auf, die im Kofferraum liegt.

Soweit die Standard-Fotoausrüstung für Outdoor Fotografie. Wichtig zu wissen, ist also nicht unbedingt, was man dringend braucht, sondern eher was man nicht braucht. Die meisten der Ausrüstungsgegenstände sind selbsterklärend und muss man auch nicht extra kaufen. Wichtig ist lediglich sich gegen eine Stufe mehr an Kälte und Nässe abzusichern, sowie einen Plan für den Notfall zu haben. Ich nutze hier ein altes Handy, der Akku hält ewig und bei den meisten Tagestouren hat man in den Alpen ohnehin fast überall Netz. Ein Bergpartner bzw. Fotopartner oder zwei würden das Notfallnetz natürlich erhöhen.

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Und wo ist der Rucksack? Der spielt hier gerade Stativ für die Kamera und ist Grundlage für den Selfie-Modus ;)

Noch mehr Input zur Outdoor Fotografie? Zum Landschaftsfotografie-Tutorial gehts hier lang.

Offenlegung: In diesem Beitrag sind Produkte sichtbar, die wir kostenlos (ohne Bezahlung) und für andere Zwecke erhalten haben. Der Inhalt des Beitrags ist davon unbeeinflusst. Wir zeigen, was wir tatsächlich nutzen und kritisieren, wenn wir etwas nicht gut finden.

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